Neurodivergenz-Vorträge zu ADHS
Neue Perspektiven auf ADHS im Schulalltag: Lehrkräfte stärken, Verständnis fördern und Missverständnisse vermeiden.
Das Ziel der Fortbildung für Lehrkräfte
Ziel ist es, Lehrkräften ein besseres Verständnis für neurodivergente Lernweisen zu ermöglichen und gleichzeitig konkrete, realistische Strategien für den Unterrichtsalltag an die Hand zu geben. Dabei geht es nicht darum, Lehrkräften zusätzliche Aufgaben aufzuerlegen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, warum bestimmte Verhaltensweisen entstehen und wie kleine Veränderungen im Unterricht große Auswirkungen auf Motivation, Konzentration und Selbstwert von Kindern mit ADHS haben können.
1. Einführung: ADHS im Schulalltag verstehen
Immer mehr Lehrkräfte begegnen Schülerinnen und Schülern mit ADHS im Unterricht. Gleichzeitig fühlen sich viele im Umgang mit Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität oder emotionalen Reaktionen unsicher. Häufig liegt das nicht an fehlendem Engagement, sondern daran, dass ADHS im schulischen Kontext noch immer von vielen Missverständnissen und Klischees geprägt ist.
In meinen Vorträgen für Schulen vermittle ich aktuelles wissenschaftliches Wissen über ADHS und verbinde dieses mit praktischen Erfahrungen aus der Lerntherapie. Dabei orientiere ich mich an aktuellen wissenschaftlichen Standards, die sich stetig weiterentwickeln. Mein Wissen passe ich regelmäßig an neue Erkenntnisse aus der Forschung an. Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit ist es, Lehrkräfte dafür zu sensibilisieren, ADHS bei Mädchen und Jungen zu erkennen. Oft wird ADHS bei Mädchen übersehen, da sie häufig andere Symptome zeigen als die klassischen „Zappelphilipp“-Klischees. Ich erkläre, wie sich ADHS bei Mädchen und Jungen unterschiedlich zeigen kann und welche Varianten von ADHS im Schulalltag häufig übersehen werden. Ziel ist es, Lehrkräften ein besseres Verständnis für neurodivergente Lernweisen zu ermöglichen und gleichzeitig konkrete, realistische Strategien für den Unterrichtsalltag an die Hand zu geben.
Dabei geht es nicht darum, Lehrkräften zusätzliche Aufgaben aufzuerlegen. Vielmehr geht es darum zu verstehen, warum bestimmte Verhaltensweisen entstehen und wie kleine Veränderungen im Unterricht große Auswirkungen auf Motivation, Konzentration und Selbstwert von Kindern mit ADHS haben können.
2. Inhalte der Fortbildung
Der Vortrag verbindet wissenschaftliche Grundlagen, Perspektivwechsel und praktische Strategien für den Unterricht. Ein Schwerpunkt liegt darauf, ADHS im Schulalltag besser zu verstehen und typische Missverständnisse aufzulösen. Dabei werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• Strukturierung von Unterricht und Aufgaben
• Umgang mit Aufmerksamkeitswechseln
• sinnvolle Bewegungsimpulse und Pausenstruktur
• Unterstützung bei Arbeitsorganisation
• stärkebasiertes Arbeiten mit neurodivergenten Schülerinnen und Schülern
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Aufklärung über unterschiedliche Erscheinungsformen von ADHS. Während manche Kinder durch äußere Unruhe auffallen, zeigen andere eher stille Formen von ADHS – etwa durch Tagträumen, innere Unruhe oder scheinbare Unaufmerksamkeit. Diese Unterschiede zu erkennen ist entscheidend, um ADHS frühzeitig zu verstehen und angemessen zu unterstützen. Darüber hinaus erhalten Lehrkräfte praxisnahe Impulse für den Schulalltag, zum Beispiel: Ein wichtiger Bestandteil ist außerdem der offene Austausch über reale Herausforderungen im Schulalltag, denn nicht jede Strategie lässt sich sofort in jedem System umsetzen.
3. Besonderer Ansatz des Vortrags
Ein besonderer Bestandteil meiner Vorträge ist ein kreativer Perspektivwechsel. Oft wird von Kindern mit ADHS erwartet, dass sie sich vollständig an ein neurotypisches System anpassen: lange still sitzen, sich konstant konzentrieren und Reize ausblenden. Im Vortrag lade ich Lehrkräfte dazu ein, diese Perspektive kurzzeitig umzudrehen. Wie würde Schule aussehen, wenn ausschließlich ADHS-geprägte Denkweisen das System gestaltet hätten? Welche Fähigkeiten würden plötzlich im Mittelpunkt stehen?
Dieser Perspektivwechsel hilft dabei zu verstehen, dass viele Schwierigkeiten von Kindern mit ADHS nicht aus mangelnder Motivation entstehen, sondern aus unterschiedlichen Aufmerksamkeits- und Denkweisen. Das Ziel ist nicht, neurotypische und neurodivergente Menschen gegeneinanderzustellen. Vielmehr geht es darum zu zeigen, dass beide Denkweisen wertvolle Stärken besitzen – und dass Lernen besonders gut funktioniert, wenn diese Unterschiede verstanden werden. Als Lerntherapeutin arbeite ich täglich mit Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Zudem wurde bei mir selbst ADHS erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Diese Erfahrung motiviert mich besonders, Klischees über ADHS abzubauen und mehr Verständnis für neurodivergente Kinder im Schulalltag zu schaffen.
4. Fortbildung für Schulen
Die Vorträge richten sich an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte und können beispielsweise im Rahmen von pädagogischen Tagen, schulischen Fortbildungen oder Fachkonferenzen durchgeführt werden. Die Dauer beträgt in der Regel etwa 90 Minuten und kann individuell an die Bedürfnisse der Schule angepasst werden. Bei Interesse an einer Fortbildung oder einem Vortrag an Ihrer Schule freue ich mich über eine Anfrage.
Hinweis: Ich verwende hier den Begriff ADHS, da dieser heute als übergeordneter Begriff genutzt wird. Kinder und Jugendliche mit der früheren Bezeichnung ADS sind selbstverständlich ebenfalls eingeschlossen.