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Lerntherapie & Startegietraining für Schulkinder 6-16 Jahre

Bild von Über die Autorin: Saskia Ludwig
Über die Autorin: Saskia Ludwig

Ich bin Sozialpädagogin und angehende Lerntherapeutin und entwickle mit kreativen, multisensorischen Methoden wie Musik und Bewegung individuelle Lernstrategien, um insbesondere Schulkindern mit Dyslexie, Dyskalkulie und ADHS in ihrer Konzentration, Motivation und ihrem Selbstwert zu stärken.

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Woran erkenne ich ADHS bei meinem Kind?

Inhaltsverzeichnis

Viele Eltern stellen sich irgendwann die Frage:

„Ist mein Kind einfach lebhaft – oder könnte ADHS dahinterstecken?“

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Kinder sind besonders aktiv und ständig in Bewegung. Andere wirken eher ruhig, verträumt oder gedanklich oft woanders.

Deshalb wird ADHS nicht immer sofort erkannt.

Typische Anzeichen von ADHS

Kinder mit ADHS haben häufig Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit zu steuern und sich über längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Mögliche Anzeichen sind:

Aufmerksamkeit und Konzentration

  • schnelle Ablenkbarkeit,
  • Konzentrationsprobleme,
  • Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu bringen,
  • häufiges Vergessen von Anweisungen oder Materialien.

Impulsivität

  • Antworten werden herausgerufen,
  • Unterbrechungen in Gesprächen,
  • Schwierigkeiten zu warten,
  • schnelles Handeln ohne vorher nachzudenken.

Hyperaktivität (nicht bei jedem Kind)

  • ständiges Zappeln,
  • großer Bewegungsdrang,
  • Schwierigkeiten, ruhig sitzen zu bleiben,
  • innere oder äußere Unruhe.

 

Nicht jedes Kind zeigt alle Merkmale. Zudem können sich die Symptome je nach Alter unterschiedlich äußern.

Wie zeigt sich ADHS beim Lernen?

ADHS kann den Schulalltag deutlich erschweren. Viele Kinder wissen eigentlich, was sie tun sollen. Trotzdem fällt es ihnen schwer, ihr Wissen zuverlässig abzurufen und Aufgaben strukturiert zu bearbeiten.

Häufige Herausforderungen sind:

  • Hausaufgaben dauern sehr lange,
  • Arbeitsmaterialien werden vergessen,
  • Aufgaben werden nicht vollständig gelesen,
  • Flüchtigkeitsfehler häufen sich,
  • Konzentration und Motivation schwanken stark.

 

Viele Kinder mit ADHS sind intelligent und kreativ. Dennoch können sie ihr Potenzial im Schulalltag oft nicht vollständig zeigen.

Mögliche emotionale Folgen

Wenn Kinder immer wieder hören:

„Streng dich mehr an.“

oder

„Konzentrier dich doch endlich.“

kann das belastend sein.

Mit der Zeit entwickeln manche Kinder:

  • Unsicherheit,
  • geringes Selbstvertrauen,
  • Frust in der Schule,
  • Angst vor Fehlern oder
  • Vermeidungsverhalten.

 

Dabei liegt die Ursache oft nicht im fehlenden Willen. Vielmehr fällt es Kindern mit ADHS schwerer, ihre Aufmerksamkeit, Impulse und Handlungen zu steuern.

Was können Eltern tun?

Eine klare Struktur im Alltag kann Kindern mit ADHS helfen. Wichtig sind außerdem realistische Erwartungen und viele positive Erfahrungen.

Hilfreich sind zum Beispiel:

  • feste Abläufe,
  • kleine und überschaubare Aufgaben,
  • regelmäßige Bewegungspausen,
  • klare Anweisungen,
  • positives Feedback und Lob.

 

So können Kinder Schritt für Schritt mehr Sicherheit gewinnen.

Unterstützung durch Lerntherapie bei ADHS

Eine lerntherapeutische Begleitung kann Kinder dabei unterstützen, ihre Stärken besser zu nutzen und passende Strategien für Schule und Alltag zu entwickeln.

Dabei lernen Kinder unter anderem:

  • ihre Aufmerksamkeit besser zu steuern,
  • Aufgaben sinnvoll zu strukturieren,
  • individuelle Lernstrategien anzuwenden,
  • ihr Selbstvertrauen zu stärken.

 

Das Ziel ist nicht Perfektion. Viel wichtiger ist, dass Kinder entspannter lernen, Erfolgserlebnisse sammeln und wieder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln.